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MODE DESIGN SILVIA RICHTER

 

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Silvia Richter
 

Paparazzi Interview

Silvia Richter in Paparazzi, Ausgabe Juli-August 2008


Am 19. Juli feierst Du mit einem außergewöhnlichen Event drei Jubiläen, nämlich Dein 20-jähriges Berufsjubiläum in Passau, Deinen 40. Geburtstag und den 10. Geburtstag Deiner Tochter Celina. Und wer Dich kennt, weiß, dass dieses Fest sicher etwas ganz Besonderes wird. Mit wem feierst Du und womit wirst Du Deine Gäste überraschen?

SR: Die Auswahl der Gäste war nicht so einfach. Am liebsten hätte ich natürlich alle meine Kundinnen eingeladen, aber da dies bei weitem den Rahmen sprengen würde, mußte ich eine Grenze ziehen und habe deshalb meine Stammkundinnen eingeladen, die mich von Anfang unterstützt und weiterempfohlen haben. Meine Familie, Freunde und Bekannten dürfen bei so einem Fest natürlich auch nicht fehlen. Sie alle dürfen sich freuen auf ein tolles Essen (Catering Barcelonetta), für die musikalische Untermalung sorgt die Sängerin Krista Page, ein echter Geheimtipp! Natürlich wird es auch eine Modenschau geben und einiges mehr, alles möchte ich noch nicht verraten.

Anstelle von Geschenken wünschst Du Dir von Deinen Gästen Geldspenden, die dem Lukas-Kern-Kinderheim in Passau zugute kommen. Hast Du zu diesem Heim eine besondere Beziehung?

SR: Eine besondere Beziehung habe ich nicht zum Kinderheim, aber ich dachte, es wäre schön vor Ort zu spenden und nicht immer ins Ausland. Natürlich verdienen es alle Kinder auf der Welt, daß man sich sorgt und um sie kümmert. Ich möchte bewusst Kinder vor meiner Haustür, in meiner eigenen Stadt unterstützen.

Du hast Dir auch schon konkrete Gedanken gemacht, wie dort das Geld verwendet werden soll, nämlich für eine Fahrt nach Salzburg…

SR: Ja, ein lieber Freund, Sebastian Frankenberger hat sich spontan angeboten, einen Ausflug nach Salzburg zu organisieren. Man kennt ihn aus Passau als Stadtguide. Er kennt Salzburg sehr gut, wir werden dort eine Führung unternehmen, danach die Wasserspiele besuchen und einfach das machen, worauf die Kids Lust haben. Ich werde die Kinder mit Sebastian selbst begleiten.

Eigentlich wolltest Du beruflich immer etwas mit Kindern machen, Kinderkrankenschwester war Dein eigentlicher Berufswunsch. Wie kam es, dass Du dann doch eine ganz andere Richtung eingeschlagen hast?

SR: Das hat sich aus praktischen Gründen ergeben. Ich wohnte etwas abgelegen von der Stadt Landshut. Die Busverbindungen waren sehr schlecht. Meine Nachbarin hat in der Firma "Ara-Modelle" gearbeitet und die suchten gerade neue Lehrlinge. Da Nähen seit meinem 13. Lebensjahr mein Hobby war, lernte ich ab sofort Schneiderin.

Begonnen hat Deine Designer-Karriere mit dem Entwerfen und Nähen von Badeanzügen. War die Nachfrage an Badeanzügen in der Stadt an den drei Flüssen denn so groß oder wie bist Du auf diese Idee gekommen?

SR: Das Nähen von Badeanzügen hat sich aus meinem letzten Arbeitsplatz als Musternäherin ergeben. Es hat mir Spaß gemacht, mit den bunten Stoffen zu arbeiten. Als ich dann in München auf die Modeschule ging, habe ich nebenbei Bademode entworfen. Bei meinem damaligen Freund habe ich diese dann im Geschäft ausgestellt. Das Interesse der Kunden war sehr groß und so wurde weiter designed und produziert.

Du besitzt aus Deiner ersten Bademoden-Kollektion noch das eine oder andere Stück. Warum hast Du sie aufgehoben? Aus Sentimentalität?

SR: Aus Sentimentalität nicht, es sind einfach schöne Erinnerungen, nach all den Jahren zu sehen,wie alles begonnen hat. Mittlerweile sind diese Modelle sogar wieder topmodern.

Heute steht der Name Silvia Richter für exclusive Damenmode, gerade wenn es um Abendmode und Brautmode geht, ist die Marke Silvia Richter ein Begriff. Wie hat sich der Wandel von der Bademode zur exclusiven Damenmode vollzogen?

SR: Der Wandel von der Bademode zur Damenoberbekleidung hat sich aus Konkurrenzgründen entwickelt. Die Sportgeschäfte hatten den Trend der Zeit nach schöner Bademode erkannt, ordentlich nachgerüstet und boten Badeanzüge und Bikinis als Massenartikel für viel weniger Geld an. Damit konnte ich nicht mithalten. Somit hat sich das Kleid erst mal als Tageskleid und später als Abend- oder Brautkleid entwickelt. Ich habe damals eine Marktlücke gefüllt, die die Kunden wollten und suchten.

Deine Kundinnen kommen nicht nur hier aus der Region, sondern sind in ganz Europa zerstreut. Wie kommt man als Designerin in einer bayerischen Kleinstadt an Kundinnen in Schweden, Spanien etc.?

SR: Zur Anfangszeit waren meine Kunden hauptsächlich Studentinnen. Nach dem Studium sind viele in Großstädte und andere Länder gezogen. Durch Mundpropaganda wurde ich von ihnen weiterempfohlen, so daß der Kreis meiner Kundinnen immer größer wurde. Sogar in Amerika habe ich eine Kundin: sie kam extra zweimal eingeflogen, um sich ihr Brautkleid bei mir anfertigen zu lassen. Da war selbst ich erstaunt.

Ein besonderes Erlebnis dürfte wohl Dein Auftritt bei der Berlinale vor zwei Jahren gewesen sein. Wie kam es dazu und haben sich für Dich daraus weitere positive Kontakte ergeben?

SR: Der Kontakt zur Berlinale war reiner Zufall. Eine Schauspielerin hat sich für meine Mode interessiert und besuchte mich im Geschäft. Sie ließ sich ein Kleid anfertigen und wurde immer wieder auf die Designerin angesprochen. So konnte ich einen Fuß in die Promiwelt stellen. Es haben sich sehr viele Kontakte wie Cannes ergeben, aber ich mußte mich entscheiden - Promileben oder Tochter. Ich habe mich, wie Du siehst, für meine Tochter Celina und Passau entschieden. Aber es gibt noch viele Kontakte zu Prominenten.

Wenn von einem Designer-Kleid die Rede ist, hört sich das immer nach "teuer" an. Kann sich auch Otto Normalfrau ein Designerkleid von Silvia Richter leisten?

SR: Natürlich kann sich jede Frau bei mir ein Kleid leisten. Meine Preise sind im Schnitt wie in einer anderen Boutique auch. Durch Schnitt und Stoffauswahl kann der Kunde auch selbst den Preis bestimmen. Abendkleider kosten zwischen 270 und 500 Euro. Dafür hat man dann auch ein individuelles Einzelstück und kein Massenprodukt.

Als Designerin bist Du ständig kreativ und hast neue Ideen. Gleichzeitig bleibst Du Deinem Stil treu. Woher nimmst Du Deine Energie und Deine Kreativität?

SR: Na ja, das mit der Energie frag` ich mich manchmal selbst, aber ich denke, der tägliche Erfolg und meine netten und unkomplizierten Kundinnen geben mir Tag für Tag den Input "weiter so".
Kreativ bin ich beim fast alltäglichen Joggen. Ich weiß gar nicht, wieviele Kleider ich geistig schon entworfen habe. Aber auch meine Kundinnen selbst arbeiten ja an der Gestaltung ihres Kleides mit, indem sie ihre Wünsche äußern.


Du hast eine 10-jährige Tochter, die für Dich das Wichtigste auf der Welt ist. Du hast einen Beruf, in dem Du erfolgreich bist und zu 100 Prozent aufgehst. Gibt es da noch etwas das fehlt? Ein Mann zum Beispiel?

SR: Wie heißt es so schön? Jede Frau hat ihr Geheimnis!

Mal angenommen, wir wären "die gute Fee" und könnten Dir drei Wünsche erfüllen, was würdest Du Dir wünschen?

SR: Mein erster Wunsch wäre ein langer Urlaub mit meiner Tochter, um so richtig ausspannen zu können. Das wäre wirklich toll.
Mein zweiter Wunsch: dass alle um mich und mit mir glücklich und gesund sind. Besonders für meine "Schnecke Celina" wünsch ich mir das.
Mein dritter Wunsch: Ich würde gerne eine öffentliche Modenschau mit der Stadt Passau organisieren. Mit allem drum und dran, was wirklich ein absolutes Ereignis wäre.

PAparazzi: Liebe Silvia, wir wünschen Dir, daß alle Deine Wünsche in Erfüllung gehen und danken Dir für dieses Interview.

Fotos von der Modenschau im Hacklberger Fürstenbau ->

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